Archiv der Kategorie: Nationalsozialismus

Mikroverfilmte NSDAP-Mitgliederkartei digital zugänglich

Grundsätzlich ein bedeutender Schritt:

https://www.compgen.de/2026/02/benutzung-der-digitalisierten-nsdap-mitgliederkartei/

https://catalog.archives.gov/id/12044361

(via Archivalia)

Die Aufbereitung und damit Zugänglichkeit des wirklich sehr umfangreichen Materials ist jedoch wirklich verbesserungswürdig. Hier ein kooperatives Verzeichnis zu den Inhalten der einzelnen Filme zu erstellen (etwa auf wikisource) – DAS wäre ein lohnenswertes citizen-science-Projekt.

Immerhin: Es lassen sich Suchen auf der Bestands- und Bestandseinheits-Ebene durchführen. Die einzelnen Bestandseinheiten/Filme lassen sich zwar herunterladen. Das so erhaltene pdf ist dann allerdings nicht mehr durchsuchbar.

Ergänzung v. 20.03.2026:

Eine hilfreiche, ausführliche Einführung und Recherche-Anleitung gibt es hier:

https://welt-der-vorfahren.de/2026/03/nsdap-mitgliederkartei-us-national-archives-nara-recherche-leitfaden/ 

(via Archivalia)

 Ärzte der „Ricklinger Anstalten“ während des NS

Eckhard Heesch hat seinen Vortrag „Kriegsmedizin und Krankenmord. Die Konfrontation der Ricklinger Anstalten mit den nationalsozialistischen ‘Euthanasie’-Verbrechen“, den er am 15.10.2021 auf einer Tagung der „Landesarbeitsgemeinschaft Gedenkstätten und Erinnerungsorte in S.-H.“ in Rickling gehalten hat, in einem Beitrag zusammengefasst und über die Webseite des AKENS zugänglich gemacht.

https://www.akens.org/akens/texte/diverses/Psychiatrie_der_Inneren_Mission_Heesch.pdf

S. Lincks Studie zur Vergangenheitsbewältigung der nordelbischen Kirchen nach 1945 online

Linck: Neue Anfänge? Der Umgang der evangelischen Kirche mit der NS-Vergangenheit und ihr Verhältnis zum Judentum – Die Landeskirchen in Nordelbien, Band 1: 1945-1965 (2. Korrigierte Aufl. 2014)

https://akademie-nordkirche.de/f/e/source/Publikationen/neue%20anfa%CC%88nge%20I-%202-%20Aufl-.pdf

Band 2: 1965-1985 (2016)

https://akademie-nordkirche.de/f/e/source/Publikationen/neue%20anfa%CC%88nge%20II.pdf

Ärzteschaft und Medizin in SH während des Nationalsozialismus

Der Mediziner und Medizinhistoriker Karl-Werner Ratschko beschäftigt sich schon seit längerem intensiv mit der Geschichte der Ärzteschaft in Schleswig-Holstein während des 20. Jahrhunderts, insbesondere während der Zeit des Nationalsozialismus. Eine Vielzahl seiner Texte hat er auf seiner Homepage allgemein zugänglich gemacht:

https://www.karl-werner-ratschko.de

Neue Ausgabe der ISHZ online

Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte 63/64 (Winter 2023 / Winter 2024)

https://akens.org/?view=article&id=160:heft-63-64&catid=13

Neben mehreren Aufsätzen, u.a. zur Gedenkkultur an der Kieler Gelehrtenschule und zur Verwendung der Leichen von Exekutiertens-Opfer der NS-Justiz als Material” für die medizinische Lehre am Anatomischen Institut Kiel, enthält die Ausgabe eine Reihe von Berichten und einen bemerkenswerten Rezensionsteil.

SH als Endpunkt der Reichsregierung 1945

Der NDR erinnert dieser Tage u.a. an den Zwischenstopp hochrangiger NS-Amtsträger in Ostholstein nach der Flucht aus Berlin:

https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/kriegsende/Reichsregierung-in-Ostholstein-kurz-vor-der-Kapitulation,kriegsende676.html (Gemeldet von Archivalia)

Ein Grossteil dieses Trosses befand sich bei der Kapitulation am 8. Mai in Flensburg-Mürwik. Die Reichsregierung um den Admiral Dönitz wurde im dortigen militärischen “Sonderbereich” jedoch erst am 23. Mai von der britischen Besatzungsmacht verhaftet und damit vollständig entmachtet. Hierzu informierte der NDR vor 5 Jahren:

https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/kriegsende/Kriegsende-in-Flensburg-Letzter-Akt-der-Reichregierung-Doenitz,kriegsende352.html

In der Stadt Flensburg soll bald ein “Vermittlungszentrum” die Erinnerung an die damaligen Geschehnisse wach halten:

https://www.nordschleswiger.dk/de/nordschleswig-sonderburg-deutschland-suedschleswig/flensburg-nach-ende-des-krieges-naechster

Der Landtag SH liess seine diesjährige zentrale Gedenkveranstaltung für die vom NS ermordeten Menschen in Mürwik ausrichten:

https://www.nordschleswiger.dk/de/schleswig-holstein-hamburg/schleswig-holstein-gedenkt-opfer-ns-herrschaft

Dieses Gedenken an einem “Täterort” war nicht unumstritten. Kritik äußerten HistorikerInnen und VertreterInnen von Gedenkstätten:

https://www.nordschleswiger.dk/de/schleswig-holstein-hamburg/historiker-kritisiert-gedenkfeier-marineschule-muerwik

https://geschichte-s-h.de/aktuelles/holocaust-gedenkort-muerwik/